Logo_MySummit

Steinerne Stadt (Deutschland)

 

Top-Sehenswürdigkeiten der Fränkischen Schweiz

OrtSehenswürdigkeitDatum
Breitensteiner Bäuerin1994
Burg Rabeneck
Burgruine Neideck
Großer Felsbogen am Holzberg2021
Großer Lochstein
Grottenhof2021
Gunzenloch
Kammer1990
Katzenlöcher
Lindenbrunnhöhle
Noris-Törlx
Osterbrunnen in Franken2019
Parasolfels2021
Petershöhle1995
Pottensteinx
Rabenfelsx
Schottermühlhöhle (Gaiskirche)
Steinerne Stadt2021
Trubachtalx
Versturzhöhle Riesenburg
Vogelherdgrotte2021
Walberla1997
Weissingkuppe2021
Wildgehege Veldensteiner Forstx
Wüstenburg
Zinnenschacht2021
Zwei Brüder2021
AhorntalBurg Rabensteinx
AhorntalSophienhöhlex
AnkatalAndreaskirche2021
AuerbachBergbaumuseum
AufsessWotanshöhle
Bad StaffelsteinBasilika Vierzehnheiligen2018
Bad StaffelsteinKloster Banz2019
Bad StaffelsteinRathaus
Bad StaffelsteinStaffelbergx
BärnfelsReibertshöhle
BehringersmühleGaiskirche
BetzensteinBuchnerhöhle
BetzensteinHexentor2021
BetzensteinKlauskirche2021
BetzensteinWasserstein Durchgangshöhle2021
BetzensteinWassersteintor2021
ButtenheimLevi Strauss Museum2022
DoosSieghardt-Tor
DraisendorfFuchslöcher
EbermannstadtBurg Feuerstein
EngelhardsbergQuackenschloss
EngelhardsbergRiesenburg
EngelthalKlostermauer
EngelthalSteinerne Rinne
ErbendorfRatfelsen
EtzelwangSchloss Neidsteinx
FinstermühleDistlergrotte (Finstermühlhöhle)1997
GösselsdorfKühloch
GößweinsteinBurg Gößweinstein
GößweinsteinWallfahrtskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit2019
HappurgDoggerstollenx
HappurgHohler Fels1992
HappurgHoubirg2021
HappurgKeltenwall1996
HappurgStausee1996
HartensteinBurg Hartenstein
HartensteinHainkirche1995
HartmannshofMuseum Urzeitbahnhof
HaunritzHammerschloss
HeiligenstadtPfarrwaldfelsen
HeiligenstadtSchloss Greifenstein
HirschbachCäciliengrotte2021
HirschbachNoris-Törlx
HohensteinBurg Hohensteinx
Hollfeld-WiesentfelsSchloss Wiesentfels2021
HundshauptenWildpark Hundshauptenx
KainsbachBurg Reicheneck
KirchensittenbachTetzelschloss2019
KönigsteinSchelmbachsteingrotte
KönigsteinSteinberg2021
Krögelstein
KrottenseeMysteriengrotte1995
KrottenseeOpfersteine2021
Lauf an der PegnitzJohannisstraße
Lauf an der PegnitzKaiserburg2019
Lauf an der PegnitzSpitalkirche2019
LeutzdorfEsperhöhle
LichteneggBurgruine Lichteneggx
LichteneggTürkenfelsen
LochWindloch
Lungsdorfx
MuggendorfKammergrotten
MuggendorfKirchengrotte
MuggendorfOswaldhöhle
MuggendorfRosenmüllerhöhle
NeudorfSchwingbogen
NeuhausBurg Veldenstein
NeuhausMaximiliansgrottex
Neukirchen bei Sulzbach-RosenbergOsterhöhlex
NeutrasPumperloch
OberklausenStadionbergx
OberkrumbachKirschblüte2021
OsternoheBike-Parkx
PlechFränkisches Wunderland2020
PlechKameramuseum
PottensteinAussichtsplattform
PottensteinBärenschluchtx
PottensteinBurg Pottenstein
PottensteinFelsenbad
PottensteinFels Schüttermühle
PottensteinGroßes Hasenloch
PottensteinTeufelshöhle1994
RinnerbrunnZyprianstein2021
RupprechtsteinBurgruine Rupprechtsteinx
SackdilingFelsenlabyrinth Sackdilling2021
SackdillingGroßes Bauernloch2021
SackdillingKleines Bauernloch2021
SackdillingWindloch
SanspareilBurg Zwernitz
SanspareilFelsengarten2021
SchüttermühleWeiherstaler Männchen
SimmelsdorfAltes Tucherschloß
SpiesEibgrat2021
StreitbergBinghöhle
StreitbergRuine Streitburg
StreitbergSchild
Tüchersfeld2019
TüchersfeldFränkische Schweiz Museum
TüchersfeldKühlochhöhle
TürkelsteinGeiskiche
TürkelsteinGesteinig-Felsentor
UehlfeldStörche2021
WaischenfeldAussichtspunkt Hohe Warte
WaischenfeldFreistein
WaischenfeldHubertusgrotte
WeidlwangKanonierx
WiesenttalBurgruine Neideckx
WiesenttalDampfbahn Fränkische Schweiz
WiesenttalNeideckgrotten
WohlmannsgeseesDruidenhain

 


Gößweinstein – Basilika Gößweinstein

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit ist neben der Burg eines der Wahrzeichen Gößweinsteins. Die Basilika bildet zusammen mit seiner Wallfahrt das religiöse Zentrum der Fränkischen Schweiz. Die von 1730 bis 1739 errichtete Kirche gehört zu den bedeutendsten Schöpfungen der Spätbarockarchitektur Frankens und gilt als sakrales Meisterwerk des großen Architekten Balthasar Neumann.

Der „Heilige Bezirk“ entstand weitgehend im 17./18. Jahrhundert und umfasst die nahe Umgebung der Wallfahrtsbasilika Gößweinstein, darunter Pfarrhaus, Pfarrgarten, Museum, Franziskanerkloster mit Klostergarten, Franziskanergruft, alter Friedhof, Mengersdorf-Epitagh, Dreifaltigkeitskapelle, Lourdesgrotte, Klosterkirche St. Maria und Kreuzberg mit Hochkreuz.

 


Zyprianstein

Der Zyprianstein wurde nach dem Geologen Helmut Zyprian benannt. Er ist etwa 60 Millionen Jahre alt, 6 m lang, 4 m breit und 3 m hoch. Der Umfang beträgt 17 m, das Volumen 40 Kubikmeter, das Gewicht 100 Tonnen. Der Zyprianstein ist der größte Kallmünzer der Frankenalb. Kallmünzer nennt man harte, silikatisch gebundene Sandsteine, die mit der Geologie der Umgebung anscheinend nicht zusammenpassen. ImVolksmund nennt man Kallmünzer auch „Teufelssteine“ oder „Opfersteine“.

 


Houbirg

Die Houbirg gehört nach dem gegenwärtigen Wissensstand zu den bedeutendsten vor- und frühgeschichtlichen Höhensiedlungen in Deutschland. Der markante Berg ist der Ausläufer eines Juraplateaus, das im Westen an der sich weit öffnenden Hersbrucker Bucht zum Pegnitztal hin endet. Er trägt zwei eindrucksvolle Bodendenkmäler: die seit der Altsteinzeit begangene Höhle „Hohler Fels“ und den 4,5 km langen Ringwall. Seine 88,25 ha große Innenfläche ist in der Größe vergleichbar mit der mittelalterlichen Reichsstadt Nürnberg. Von Menschen wurde der Berg seit der mittleren Steinzeit (ca. 10000-4000 v. Chr.) aufgesucht, die Höhle im „Hohlen Fels“ gagegen bereits ab der mittleren Altsteinzeit (seit ca. 60000 v. Chr.) als Jagdstation immer wieder genutzt. Eine Besiedlung des Berges ist von der mittleren Bronzezeit (1600-1300 v. Chr.) an nachzuweisen. In der späteren Urnenfelderzeit (um 800 v. Chr.) wird der berg erstmals befestigt, wie die Grabungen am Ostwall 1982 zeigten. Ein deutliches Ansteigen der Fundmenge und der Nachweis mehrerer Bronzewerkstätten and anderer Handwerkstätigkeiten sind für diesen Zeitabschnitt festzustellen. Der Schwerpunkt der vorgeschichtlichen Siedlungstätigkeit ist anhand eines umfangreichen, aussagekräftigen Fundspektrums für die Späthallstattzeit/Frühlatenezeit (ca. 550-400 v. Chr.) zu erschließen. In dieser Phase wird der Berg von den Kelten durch einen großen Ringwall zur Verteidigungsanlage ausgebaut. Viele Funde lassen darauf schließen, daß die Houbirg zu dieser Zeit zentraler Mittelpunkt eines größeren Siedlungsraumes früher Kelten war und in Unruhezeiten auch Schutz für die in der Umgebung lebende Bevölkerung bot. Mit dem Einsetzen der großen Keltenwanderungen bricht die Besiedelung auf der Houbirg um 400 v. Chr. abrupt ab. Im Gegensatz zu benachbarten Höhensiedlungen, wie z.B. der Staffelberg bei Staffelstein, erreicht die Houbirg in der Spätlatenezeit nicht mehr ihre frühere Bedeutung. Die wenigen Fundstücke aus der mittleren und späten Latenezeit können ein oft vermutetes Oppidum (= stadtähnliche Siedlung) nicht bestätigen. In der Folgezeit war der Platz über mehrere Jahrhunderte lang unbewohnt. Erst in der spätrömischen Kaiserzeit, dem 4.-5. Jhd. wurde die Houbirg von Germanen wieder aufgesucht. Obwohl das Fundgut sich in den letzten Jahren erfreulicherweise vermehrte, ist noch unklar, ob der Berg sich zu einer der germanischen Burgen entwickelt hat.

 


Das Doggerwerk

Der Stolleneingang bei Happurg ist Teil des sog. „Doggerwerks“, welches von Mai 1944 bis April 1945 von Häftlingen des KZ-Außenlagers Hersbruck, einem Nebenlager des KZ Flossenbürg, in Zwangsarbeit angelegt wurde. Hier sollten in einer geplanten unterirdischen Fabrik kriegswichtige BMW-Flugzeugmotoren produziert werden. Die Bauleitung und der SS-Führungsstab befanden sich in Happurg auf dem Boden des heutigen Stausees. Für deren Versorgung wurde extra eine von der Ostbahn am Bahnhof Hersbruck abzweigende Eisenbahnlinie gelegt. Der Tarnname der Anlage war „Esche 1“. Die Häftlinge müssten das ganze Jahr über täglich und bei jeder Witterung zu Fuß die fünf Kilometer lange Strecke vom Barackenlager in Hersbruck herüberlaufen und arbeiteten in zwei Schichten. Bis Kriegsende wurden 0,5 Millionen Kubikmeter Sandstein in 3,9 Kilometer Stollen gebrochen; davon wurden ca. 750 Meter betoniert. Der Abraum wurde teils mit einer vom Bahnhof in Pommelsbrunn abzweigenden 2-spurigen „Lorenbahn“ abtransportiert, teils aber auch vor den Stolleneingängen ausgebracht. Dieses Plateau vor dem Stolleneingang H wurde dadurch aufgeschüttet. Die Gesamtfläche hätte 100.000 Quadratmeter betragen sollen, fertig gestellt wurden davon lediglich 15.000 Quadratmeter. In dieser Zeit war das KZ-Außenlager mit insgesamt 2.500 Häftlingen besetzt, im besagten Zeitraum kamen auf Grund der Arbeits- und Lebensbedingungen rund 4.000 Menschen ums leben, viele davon beim abschließenden „Todesmarsch“ ins KZ Dachau, kurz vor der Befreiung durch die Alleierten. Alle 20 m wurden die in den Berg vorgetriebenen Längsstollen durch – teilweise fertig ausgebaute – Querstollen miteinander verbunden. Für das „Doggerwerk“ waren insgesamt 11 Eingänge geplant, wobei vier große Stollenausgänge für den Kraftwagenverkehr und eine große Ausfahrt für die zweispurige Lorenbahn vorgesehen waren. Die gesamte Anlage beinhaltete heute 3.935 m2 Stollenfläche mit Betongewölben und weitere 10.000 m2 Stollenfläche ohne Betonausbau. Die bis 1945 fertig gestellten Stollen umfassen also nur 15% der ursprünglich geplanten Anlage. Insgesamt wurden für den Stollenbau bis Kriegsende etwa 550.000 m3 Doggersandstein aus dem Berg gebrochen. Die Quelle in der Hunnenschlucht, früher an der Schichtgrenze des Doggersandsteins mit dem Opalinuston austretend, schüttet heute kaum noch und ist durch den Abraum verschüttet. Möglicherweise nimmt das Wasser auch durch die unterirdischen Stollen heute einen anderen Weg.