Eine Nacht im Iglu-Dorf

 

 

Seit über 20 Jahren gibt es nun schon die bekannten Iglu-Dörfer – inzwischen an fünf Standorten in den Alpen mit Übernachtungsmöglichkeit und an zwei weiteren schweizer Locations als reine Bar-Event-Iglus.

In zwei Monaten Bauzeit entstehen diese Hotels aus Schnee und Eis, in der Regel von Anfang Oktober bis Weihnachten, dann beginnt die Übernachtungssaison bis Anfang April und anschließend schmelzen die Hotels dahin, um ein halbes Jahr später wieder neu aufgebaut zu werden. Die gesamte Iglu-Anlage ist untereinander mit einem Gangsystem verbunden um vor Wind und Wetter geschützt zu sein. Der Bau der Iglu-Dörfer ist ein großer Aufwand – hierbei nicht einmal der „Rohbau“, der durch patentiertes Überschütten von aufgeblasenen großen Ballons mit reichlich Schnee erfolgt – vielmehr die künstlerische Arbeit im Inneren des Iglu-Dorfs: Jeder Raum sowie die Flure werden durch eine Gruppe von Eiskünstlern mit virtuosen Eisgebilden verschönert. Der große Aufwand erklärt auch den auf den ersten Blick hohen Übernachtungspreis von 129 – 289 Euro pro Person und Nacht – je nach Buchungskategorie vom Gruppen-6-Bett-Iglu bis zum Romantik-Iglu Plus mit eigener, privater Toilette.

Ein Abend im Iglu-Dorf beginnt am späten Nachmittag mit genauen Instruktionen der Guides. Nun können die Gäste die künstlerischen Eisgebilde in allen Zimmern entdecken. Anschließend findet man sich im zentralen Gastraum ein und stärkt sich mit einer Brettl-Jause, bevor die Gruppe (in Garmisch ca. 30 Gäste/Nacht) zu einer Nachtwanderung aufbricht. Hier bekommen wir viele interessante Infos zu den Iglu-Dörfern und auch zur Region durch die Guides vermittelt. Nach der Wanderung folgt das Menü im Gastraum-Iglu mit einem gemeinsamen Käsefondue als Highlight. Nach dem Abendessen, steht es den Gästen frei, den Iglu zum Nachrodeln zu verlassen, sich im Jaccuci oder in der Sauna aufzuwärmen oder auch die Nacht an der Eis-Bar mit guten Getränken, Musik und stimmungsvoller Beleuchtung zu verbringen, es kann auch bis in die Morgenstunden getanzt werden. Die meisten Gäste sind erfahrungsgemäß Pärchen, die sich am späten Abend in die Twin-Schlafsäcke (bis -40°C) in ihren Romantik-Iglus zurückziehen.

Der neue Tag beginnt gegen 7 Uhr zum Sonnenaufgang. Nach einem gemeinsamen Frühstück steht es nun den Gästen frei, den jungen Tag ganz nach ihren Wünschen zu gestalten, z.B. zum Skifahren.

Eine Übernachtungs im Iglu-Dorf ist auf jeden Fall ein einzigartiges Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Richtig gekleidet, ist auch die Kälte gut zu ertragen, speziell nach einem Saunagang, dem Laaben im Whirlpool oder im warmen Schlafsack.

Die Standorte der Iglu-Dörfer, gebaut von der schweizer Iglu-Dorf GmbH aus Stansstad, befinden sich 3x in der Schweiz (Gstaad, Zermatt, Davos Klosters), 1x in Österreich (Kühtai) und 1x in Deutschland oben auf der Zugspitze.

Weitere Infos: www.iglu-dorf.com

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