Aischtal-Radweg (Deutschland)

 

Diespecker Teichwirt

Figurenbeuten sind „Wohnungen“ für Bienen. Sie werden aus Eichenstämmen geschnitzt und gelten als alte Volkskunst, die vermutlich bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Die Figuren dienten ursprünglich dazu, Honigdiebe abzuschrecken. Im Aischgrund erinnern sie heute an historische Persönlichkeitne der Region. Der Diespecker Teichwirt weist auf die Tradition der Karpfenzucht im wassergeprägten Aischgrund hin. Fast 7.000 Fischweiher gibt es im Einzugsgebiet der 85 Kilometer langen Aisch. Ab Diespeck werden die Teiche aischabwärts häufiger und verwandeln sich im unteren Aischgrund vielfach in Weiherketten und großflächigen Teichlandschaften. Diese weithin einmalige Kulturlandschaft ist dem Wirken der überwiegend nebenerwerblich tätigen Aischgründer Teichwirte zu verdanken. Die zwei Monate dauernde Fertigung der Figurenbeute Teichwirt begleiteten Schulklassen der Diespecker Grund- und Mittelschule mit verschiedenen Aktionen. Bis zu 50.000 Bienen haben in einer Beute Platz, die sich weitgehend ohne menschliche Eingriffe entwickeln können. Ortsansässige Imker betreuen den Schwarm. Der Teichwirt ist im Rahmen der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Aischgrund entstanden. So finden sich auch in anderen Aischgrund-Gemeinden Figurenbeuten, besonders entlang des Kräuter-Rundwegs in Uehlfeld, Vestenbergsgreuth und Lonnerstadt sowie in Neustadt und Bad Windsheim. Geschaffen hat sie die Künstlerin Birgit Jönsson.